Seine schwarzen Locken glänzen, die dunklen Augen blitzen munter. In der Leipziger Gastro-Szene ist Shady Elwan ein bekanntes Gesicht. Vor zehn Jahren, mit 19, kam er direkt aus Nazareth in Galiläa nach Leipzig. Er kannte keinen, sprach kein Deutsch und fühlte sich erstmal nur fremd. Doch das änderte sich schnell.

Sein Sinn für kreatives Kochen erwies sich als gute Basis. Und dieses Learning by doing zwang ihn zum Experimentieren. »So geht man auch immer mal ein Risiko ein. Gefühl ist beim Kochen doch ganz wichtig«, findet er und erwähnt ganz nebenbei sein Faible für orientalische Gewürze wie Zimt, Salbei, Kardamom oder Minze. Das hat er vom Opa. Mit ihm ging er früher auf die Suche. Da hat er gelernt, welche harmonieren und welche nicht, wie sie dosiert werden und wie sie wirken.

Wovon er träumt? »Ich möchte ein eigenes Restaurant aufmachen, eins, das den Bogen über den gesamten Mittelmeerraum spannt.«