Pressestimmen

Gesang der Nachtigall

Bar von ober

Shady bedeutet auf arabisch: der Gesang der Nachtigall. Shady in Leipzig bedeutet: eine entspannte Atmosphäre, Harmonie von Speisen, Getränken und Ambiente, Einklang von Form und Farbe, kurzum eine kulinarische Wellness-Oase.

Das »shady« ist Shady: Der Inhaber hat hier seine Träume verwirklicht und teilt sie mit seinen Gästen. Kochen, kellnern, Cocktails mixen, mit den Besuchern reden und lachen und ihnen eine Küche anbieten, die einen Bogen über den ganzen Mittelmeerraum spannt. In der Leipziger Gastro-Szene ist er ein bekanntes Gesicht, hat als Koch, Kellner und Barkeeper so manchem Lokal seinen persönlichen Stempel aufgedrückt. Pünktlich zu seinem 30. Geburtstag hat sich der Leipziger im letzten Sommer mit der Eröffnung seines eigenen Restaurants ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Vor rund zehn Jahren, mit 19, kam er direkt aus Nazareth in Galiläa in die Messestadt, um Sozialpädagogik zu studieren. Das Studium ist abgeschlossen und er ist zurück zu seinen Wurzeln gekehrt. Denn Shadys Sinn für kreatives Kochen ist ihm in die Wiege gelegt worden. Ein Großteil seiner Familie ist in der Gastronomie tätig – eine gute Basis und der Urspung seines Faibles für orientalische Gewürze wie Zimt, Salbei, Kardamom oder Minze. Von seinem Opa hat er gelernt, welche harmonieren und welche nicht, wie sie dosiert werden und wie sie wirken.

Von seinen Reisen um die Welt brachte er nicht nur viele Eindrücke, sondern auch Rezepte und Musik mit. Mehr als 8.000 CDs versprechen Abwechslung, ebenso wie Shadys Neigung zum Experimentieren. Das spiegelt nicht nur der Sonntags-Brunch wider: Das »Buffet aus aller Welt« bietet etwas fürs Auge. Neben den vielen Frühstücksangeboten wechseln orientalische Spezialitäten. Antipasti, Salate und Desserts werden je nach Saison immer neu kreiert. Inclusive eines Orangensaftes schlägt das Ganze mit 8,50 Euro geldbeutelschonend zu Buche.

Die einzigartige Küche aus Shadys Heimat Nazareth und dem gesamten mediterranen Raum bietet orientalische ebenso wie mediterrane Spezialitäten. Bruschetta, Caprese, Spaghetti oder Calamari sind bekannte Namen auf Speisenkarten. Spannender liest sich das orientalische Angebot. Fatush aus Minze, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Tomaten, Gurken, Petersilie, roter und grüner Paprika, mit geröstetem Fladenbrot, Olivenöl, Zitrone und Spezialgewürzen oder Batenjan Magdous, drei eingelegte Baby-Auberginen gefüllt mit Walnuss und Paprika in Olivenöl und orientalischen Gewürzen (Geschmack: leicht säuerlich) machen als Vorspeisen-Variation Appetit auf mehr. Zum Beispiel auf Schaurabet Addas Bil kharuf, einen roten Linseneintopf mit Lammfleisch und Zitrone oder auf Centa Bil Fugoo, gebackenes Rinderfilet in Walnusschampignonsauce, dazu Patata. Zwei Personen sollten Siech La’hme M’Shak’al versuchen: Lammfleisch, Hähnchenbrustfilet und Rindfleisch in arabischen Gewürzen mariniert und am Spieß gegrillt mit Tomaten, Zwiebel und mit Koriander gebratenen Kartoffelwürfeln.

Dazu empfiehlt Shady einen seiner ausgesuchten edlen Tropfen aus sieben Nationen. Die Besonderheit: libanesische Weine. Probieren lohnt sich! Doch auch wer »nur« auf einen Kaffee hereinschaut, ist herzlich willkommen, um sich beim Schmökern in einer der Zeitungen, in Wochen-, Monats-, oder Kulturmagazinen eine entspannte Auszeit aus dem Alltag zu gönnen. Cocktail-Liebhaber treffen sich bevorzugt freitags von 19 bis 23 Uhr, wenn jede der 120 Varianten 4,50 Euro kostet. Mittagsgästen werden von 11 bis 15 Uhr wechselnde Tagesgerichte zu 4,60 Euro serviert.

Frizz Gastro 02/06 LE
22. Januar 2006

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